Tagung

Netzwerktreffen Oral History

Tagung

Netzwerktreffen Oral History

26. und 27. März in Halle (Saale)

Am 26. und 27. März ist das Institut für Geschichte an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg Gastgeber des Netzwerktreffens Oral History 2026. Es bringt Forschende und Interessierte zusammen, um aktuelle Ansätze, Methoden und Themen der Oral History zu diskutieren. Im Mittelpunkt stehen Fragen von Arbeit und Identität, der Politisierung eigener Lebenserfahrungen sowie forschungsethische und methodische Herausforderungen im Umgang mit mündlichen Quellen. Moderierte Panels, Hinhören-Sessions und kollegiale Beratungen bieten Raum für vertiefte Diskussionen zu Biografien, Erinnerungskulturen und transgenerationalen Perspektiven. Eine Projektmesse ermöglicht zudem Einblicke in laufende Forschungs- und Vermittlungsprojekte aus unterschiedlichen institutionellen und thematischen Kontexten. Das Treffen versteht sich als Forum für Austausch, Vernetzung und kritische Reflexion oralhistorischer Praxis.

Das Netzwerktreffen ist eine Kooperationsveranstaltung mit der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, der Friedrich-Ebert-Stiftung sowie der Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg.

Programm

 

Donnerstag, 26. März

13.00 Uhr
Ankommen, Kaffeetrinken, Netzwerken

13.30 Uhr
Begrüßung, Programm und Kennenlernen

14.30 Uhr
Panel 1 – Arbeit und Identität

  • Johanna Hohaus: „Jetzt kommt der mit den goldenen Fingern“ – Zum Selbstverständnis ehemaliger LPG-Mitglieder zwischen Kollektivierung und Privatisierung
  • Lisa Weck: Erfahrungen aus der Nische? Arbeit und Identität in Privatbetrieben der DDR

15.30 Uhr
Pause

16.00 Uhr
Paralleles Panel 2 – Arbeit und Identität

  • Frank Kell: Arbeit und Gemeinschaft. Ostdeutsche Identität in lebensgeschichtlichen Erzählungen von Industriearbeitern der Nachkriegsgeneration
  • Sabine Lorenz-Schmidt: Hören, was erzählt wird

Paralleles Panel 3 – Forschungsethik und Methodik

  • Cord Pagenstecher: Mündliche Quellen als Forschungsdaten. FAIR- und CARE-Prinzipien in der Oral History
  • Katrin Möller: Geschlechtsspezifische Identitätskonzepte von Erwerbsarbeit sowie von Haus- und Carearbeit in der westdeutschen Gesellschaft der 1968er Jahre

17.30 Uhr
Projektmesse

  • Sarah Brumm: Werkstattbericht Erinnerungsort Keibelstraße
  • Christiane Bertram: „Generationen im Gespräch“ – Wie ein Oral History-Projekt für die historisch-politische Bildung genutzt wird
  • Anne Kluger / Alexandra Kolesnikova: Erfahrungsgeschichten von „Sowjetdeutschen“ – Erhebung, Dokumentation, Archivierung
  • Felicitas Söhner: Oral History lehren und vermitteln in der Forschungswerkstatt Oral History
  • Nina Zellerhoff / Lutz Fiedler, Daniel Burckhardt: Jüdische Geschichte[n] in der DDR
  • Jana Stöxen: Das Institut für Kulturanalyse der Deutschen des östlichen Europas und sein Tonarchiv
  • Adrian Weiß: „Wir haben bestimmt nicht Hurra geschrien!“ – Großer Umbruch und alltägliche Kontinuität in der Erfahrungsgeschichte ostdeutscher Lehrer:innen 1989–2005

18.30 Uhr
Ende des ersten Tags, Get Together und Imbiss

Freitag, 27. März

9.00 Uhr
Paralleles Panel 4 – Politisierung der eigenen Lebenserfahrung

  • Luisa Hörr: Koloniale Kontinuitäten im Familiengedächtnis? Das Narrativ der deutschen Frau als „Kulturträgerin“ in Deutsch-Südwestafrika
  • Irina Rebrova: Das Interview als Spiegel der Zeit: Zur Politisierung von Holocaust-Erinnerungen in Russland
  • Daniel Mahla: Erinnerung im Ausnahmezustand: Zwischen deutscher Herkunft und israelischer Gegenwart

Paralleles Panel 5 – Politisierung der eigenen Lebenserfahrung

  • Sophie Hubbe: Erinnerungen von Besatzungskindern und Besatzungsenkeln in Deutschland: Zwischen individuellen Lebensgeschichten und kulturellem Gedächtnis
  • Teresa Marx: Biografische Selbstdeutungen österreichisch-jüdischer Emigrantinnen nach 1938
  • Hannah Kemper: Kultur-historische Vermächtnisse von Flucht und Migration: Nachfahren deutscher und (deutsch-)jüdischer Bukowiner:innen in transgenerationaler Perspektive

11.00 Uhr
Pause

11.30 Uhr
Hinhören-Sessions (parallel)

  • Michael Maier: „Sie wirken heute so angespannt!“ Sympathie, Antipathie und Empathie in der Interviewinteraktion
  • Tina Plasil-Laschober: „Ich war von Anfang an in „Alert-Modus“, ich vermied es anzuecken.“ Gefühle und Unsicherheiten im Umgang mit einem traumatisierten Menschen
  • Verena Nägel: Forschungspraktische Konsequenzen die Anonymisierung von Interviews
  • Christiane Bertram: Stereotype in der „Generation 1975“: Können Stereotype, die in lebensgeschichtlichen Interviews genannt werden, identifiziert und gezählt werden?
  • Sarah Brumm: Plädoyers ehemals in der DDR Inhaftierter
  • Jana Stöxen: Neue Fragen an alte Bänder. Das Tonarchiv des IKDE im Spiegel ethischer Überlegungen der gegenwärtigen Fluchtforschung

Kollegiale Beratung (parallel)

  • Katarina Rakic: Simmering Belongings: Jewish Foodways in Socialist Yugoslavia
  • Lina Schröder: Über die Rolle von Region, Beruf, Klischees und Nation. Forschungen zum Selbstbild und zur Identität von Berufsseeleuten

13.30 Uhr
Pause

14.30 Uhr
Auswertung, Planung für 2027

15.00 Uhr
Ende der Tagung

Veranstaltungsort und weitere Informationen
Das Netzwerktreffen findet am Institut für Geschichte an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg statt: Steintor-Campus, Emil-Abderhalden-Str. 26-27, 06108 Halle

Anmeldungen sind bis 9. März 2026 an public.history@fes.de möglich, die Teilnahme ist kostenfrei.

Programm

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