Neustrelitz war bis zur Vereinigung eine „Eisenbahnerstadt.“ Welche sozialen Folgen hatten die Wiedervereinigung und die Privatisierung für Eisenbahner und Eisenbahnerinnen in Ost und West? Der rasante Wandel veränderte auch den Bahnstandort Neustrelitz nach 1989. Es folgten Entlassungen und massive Verlagerungen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Veranstaltung diskutieren diesen Wandel der Arbeits- und Lebenswelt. Experten aus der Wissenschaft und unterschiedliche Beteiligte von der Bahn tauschen sich aus, wie sich in Neustrelitz und dem vereinten Deutschland die Veränderungen vollzogen. Welche Fehler wurden gemacht und was wurde erreicht?
Nach Impulsen aus der Forschung zum Wandel der Arbeit der Eisenbahnerinnen und Eisenbahner und der Rolle der damaligen Gewerkschaften sowie einer kurzen Lesung lädt ein Erzählcafé bei Kaffee und Kuchen zum Austausch ein. Welche Erinnerungen haben Sie an diese Umbruchszeit und was hat sich für Sie seit 1989 geändert? Eigene Erinnerungsstücke oder Fotos dürfen gerne mitgebracht werden.
Abschließend wird es in einer Podiumsdiskussion darum gehen, wie sich die Umstrukturierung der Deutschen Reichsbahn auf Neustrelitz auswirkte. Wie steht es heute um den Bahnstandort und den Wirtschaftsstandort Neustrelitz? Das Erzählcafé und die Podiumsdiskussion können auch separat besucht werden. Die Teilnahme ist kostenfrei, Verpflegung inklusive. Für kleine Gäste wird es eine Spielecke geben.
Programm
14.00 Uhr: Erzählcafé mit Impulsen aus Literatur und Forschung mit Marcel Bois, Jessica Hall und Millay Hyatt
16.00 Uhr: Podiumsdiskussion und Ausklang mit Ralf Böhme (DESAG Vorstand Betrieb), Marcel Bois (FZH), Daniela Grote (Ostmecklenburgische Bahnwerk GmbH), Andreas Schmidt (Aufsichtsratsvorsitzender DESAG), Moderation: Daniel Walter (TU Berlin)
Kooperationsveranstaltung von Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam und der Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg im Rahmen der Reihe „Moving Labs“ des Leibniz-Lab „Umbrüche und Transformationen".
Anmeldung
Bitte melden Sie sich bis zum 2. Oktober 2025 per Mail bei lab@zzf-potsdam.de oder telefonisch unter 0331 / 289 9121 an.