Im Zuge der „neuen Geschichtsbewegung“ gründeten sich in den 1980er Jahren zahlreiche Geschichtswerkstätten in der gesamten Bundesrepublik. Hamburg stellte eines der Zentren der Bewegung dar. Lena Langensiepen zeichnet in ihrer Studie die Entwicklung der Geschichtsinitiativen in Hamburg von ihren Anfängen in den 1980er Jahren bis in die frühen 2000er Jahre nach. Sie fragt, wer die Akteur:innen der Bewegung waren und mit welcher Motivation sie begannen, Geschichte im Stadtteil und „von unten“ zu erforschen. Darüber hinaus analysiert sie die gesellschaftlichen und politischen Bedingungen, welche die Entstehung der Geschichtswerkstätten in Hamburg begünstigten, und veranschaulicht die Vielfalt an Themenfeldern und Praktiken, mit denen die Initiativen die städtische Erinnerungskultur nachhaltig prägten.
Das Buch wird präsentiert im Rahmen der Vorlesungsreihe „Geschichte wird gemacht“: Am 21. Mai um 18.30 Uhr sprechen Lena Langensiepen und Detlef Siegfried im Lesesaal der FZH über die Hamburger Geschichtswerkstätten.