Studie

Die Ökumenische Arbeitsgruppe Homosexuelle und Kirche (HuK) e.V. und ihre Haltung zu Pädosexualität seit 1977

Studie

Die Ökumenische Arbeitsgruppe Homosexuelle und Kirche (HuK) e.V. und ihre Haltung zu Pädosexualität seit 1977

16. Januar, online

Die Ökumenische Arbeitsgruppe Homosexuelle und Kirche (HuK e.V.) arbeitet ihre Haltung zu Pädosexualität in der Vereinsgeschichte auf und lud am 16. Januar zu einer Pressekonferenz zu diesem Thema „Die Ökumenische Arbeitsgruppe Homosexuelle und Kirche (HuK) e.V. und ihre Haltung zu Pädosexualität seit 1977“. Apl. Prof. Dr. Klaus Große Kracht von der Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg (FZH) hat im Dezember 2023 eine unabhängige Studie dazu erstellt, die durch eine Begleitgruppe unterstützt wurde und auf der Pressekonferenz vorgestellt wurde.

Themen der Presskonferenz:

  • Vorstellung der unabhängigen Studie durch apl. Prof. Dr. Klaus Große Kracht (FZH)
  • Vorstellung theologischer und sozialethischer Aspekte durch Prof. Dr. Gerhard Schreiber, evangelischer Theologe, Helmut-Schmidt-Universität / Universität der Bundeswehr Hamburg, externer Mitarbeiter der Begleitgruppe
  • Stellungnahme des HuK-Vorstands
  • Maßnahmen der HuK zu Aufarbeitung und Prävention
  • Rückfragen

Kontakt: Markus Gutfleisch (HuK): Tel. 0151 112 63 998.

Hintergrund:
Die Ökumenische Arbeitsgruppe Homosexuelle und Kirche gründete sich 1977 beim Evangelischen Kirchentag in Berlin; seit 1986 ist sie ein eingetragener Verein. Bis ins Jahr 1997 existierte in der HuK unter dem Einfluss damaliger Emanzipations- und Befreiungsbewegungen eine solidarische Haltung zu Pädosexualität. Einige Mitglieder befürworteten Sexualität zwischen Erwachsenen und Kindern bzw. Jugendlichen; es wurde Einvernehmlichkeit auf Augenhöhe angenommen. Helmut Kentler, Psychologe und Sozialwissenschaftler und Professor für Sozialpädagogik aus Hannover, der auch HuK-Mitglied war, prägte diese Position maßgeblich.
Die Perspektive auf den Schutz von Kindern vor Missbrauch war in der HuK nur teilweise vorhanden. Der Verein tat sich schwer damit, eine klare Haltung zum Thema zu finden. Erst 1997 erfolgte eine eindeutige Distanzierung, die einerseits durch Druck von außen, andererseits durch stärkeres Engagement von lesbischen Frauen zustande kam. In den Jahren danach verschwand das Thema völlig aus dem Bewusstsein der Vereinsmitglieder. Im Jahr 2021 hat sich die HuK entschlossen, ihre eigene Geschichte zu erforschen, eventuelle Missbrauchsfälle aufzuarbeiten und entsprechende Konsequenzen zu ziehen.

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