Netzwerk Oral History

27. und 28. Februar 2020 Netzwerktreffen in der Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg
Veranstalter: Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg, Archiv der Sozialen Demokratie der Friedrich-Ebert-Stiftung

Das seit 2014 regelmäßig tagende Netzwerk Oral History trifft sich im Februar 2020 in Hamburg und ist bei der Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg zu Gast. Anlass ist diesmal das 30-jährige Jubiläum der Werkstatt der Erinnerung, des Interviewarchivs der Forschungsstelle für Zeitgeschichte.

Dies soll zum Anlass genommen werden, einen großen Bogen von der Vergangenheit über die Gegenwart bis zur Zukunft der Oral History zu schlagen. Die Beiträge widmen sich daher der Geschichte der Oral History und ihren politisch-demokratischen sowie wissenschaftlichen Ansprüchen. Fragen nach dem politischen Ursprung der Oral History, der Relevanz ihres Anspruchs, Interviewte zur Beschäftigung mit der eigenen Geschichte zu befähigen und damit Geschichte zu demokratisieren und die Relevanz dieser Ansprüche für Oral History heute, werden im Vordergrund mehrere Beiträge stehen. Es soll aber auch der Versuch gemacht werden, eine Bestandsaufnahme über Bedeutung der mit mündlichen Quellen in unterschiedlichen wissenschaftlichen und nicht-wissenschaftlichen Bereichen zu machen. Und nicht zuletzt wird es um die (digitale) Zukunft der Oral History gehen. Ein Round-Table-Gespräch wird gegenwärtige Tendenzen einer Oral History als Auftragsforschung diskutieren, die Vorstellung eines Dissertationsvorhabens kommt hinzu. Auch diesmal wird der Diskussion und dem Austausch viel Zeit eingeräumt. Damit sollen nicht zuletzt persönliche und institutionelle Vernetzungen ermöglicht und verstärkt werden.
 
Besonders hinweisen möchten wir auf den öffentlichen Teil des Netzwerktreffens, der am 27. Februar 2020 um 18 Uhr in der Bibliothek der Forschungsstelle für Zeitgeschichte stattfinden wird. Dorothee Wierling und Alexander von Plato werden sich mit Linde Apel über ihre langjährigen Erfahrungen mit Interviewprojekten in verschiedenen deutschen Gesellschaften und über die Zukunftsperspektiven der Oral History unterhalten.
 
Interessierte sind herzlich eingeladen. Mit der Teilnahme am Workshop ist die grundsätzliche Bereitschaft zur Mitarbeit im Netzwerk verbunden. Interessierte wenden sich bitte bis zum 12. Februar 2020 an Stefan Müller (Stefan.Mueller@fes.de), Nachfragen beantwortet auch Linde Apel (apel@zeitgeschichte-hamburg.de).

Programm

Donnerstag, 27.2.2020

Ab 13 Uhr Anreise, Kaffee/Tee, Führungen durch die Werkstatt der Erinnerung

14 Uhr Linde Apel (Hamburg), Stefan Müller (Bonn): Begrüßung, Einführung, Vorstellung der Teilnehmenden
15:30 Uhr Linde Apel (Hamburg): Zur Werkstatt der Erinnerung. Geschichte von unten oder Geschichte von oben?
16:30 Uhr Nicole Immler (Utrecht), Eva Kovacs (Wien): Zum politischen Anspruch der Oral History
17:30 – 18:00 Uhr Kaffee/Tee

18 Uhr Dorothee Wierling (Berlin) und Alexander von Plato (Horneburg) im Gespräch mit Linde Apel (Hamburg) zur Geschichte, Gegenwart und Zukunft der Oral History (Öffentliche Veranstaltung)

Gemeinsames Abendessen auf Selbstzahlerbasis

Freitag, 28.2.2020

10 Uhr Roundtable-Gespräch: Oral History zwischen politischem Impuls, Wissenschaft und Auftragsforschung Almut Leh (Hagen) im Gespräch mit Stefan Müller (Bonn); Ina Czub (Aabenraa); Andreas Keller (angefragt); Manfred Grieger (Gifhorn)
12 Uhr Lena Langensiepen (Hamburg): Lebensgeschichtliche Interviews mit Akteur/innen der Hamburger Geschichtswerkstätten-Bewegung
13 – 14 Uhr: Kaffee/Tee
14 Uhr Almut Leh (Hagen): Schöne neue Welt: Oral History und KI
15 Uhr Absprachen/Planung des nächsten Treffens
16 Uhr Ende der Veranstaltung

Das Programm als PDF

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