Thomas Großbölting wird Direktor der FZH

 

 

 

 

 

 

 

 

Prof. Dr. Thomas Großbölting wird neuer Direktor an der Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg (FZH) und Professor für Neuere Geschichte/ Zeitgeschichte im Arbeitsbereich Deutsche Geschichte der Universität Hamburg. Er übernimmt damit ab dem 1. August 2020 die Nachfolge von Prof. Dr. Axel Schildt, der die FZH bis zu seinem Ruhestand 2017 leitete. Thomas Großbölting ist Historiker und seit 2009 Professor für Neuere und Neueste Geschichte an der Westfälischen Wilhelms-Universität (WWU) in Münster. Er ist dort Vorstandsmitglied im Exzellenzcluster „Religion und Politik“ und seit 2017 Dekan des Fachbereichs Geschichte und Philosophie.

PD Dr. Kirsten Heinsohn, stellvertretende Direktorin der FZH: „Mit Thomas Großbölting hat die Forschungsstelle einen exzellenten Wissenschaftler gewonnen, der mit seiner breiten Expertise in der deutschen Zeitgeschichte das bewährte Forschungsprofil der FZH sowie die Vernetzung mit der Universität Hamburg weiter entwickeln wird. Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit mit ihm.“

Prof. Dr. Thomas Großbölting: „Die FZH und ihr inspirierendes Team, der Fachbereich Geschichte an der Exzellenzuniversität Hamburg, die Stadt als Wissenschaftsstandort und als Metropole – Hamburg bietet zahlreiche Möglichkeiten, die Zeitgeschichte als Problemgeschichte der Gegenwart zu entwickeln und produktiv in aktuelle akademische und gesellschaftliche Diskussionen einzubringen. Ich bin sehr gespannt auf die neue Aufgabe und freue mich auf das kommende Jahr!

Thomas Großbölting hat Geschichte, katholische Theologie und Germanistik in Köln, Bonn und Rom studiert. 1998 wurde er an der WWU Münster mit einer Studie zum Bürgertum und zur Bürgerlichkeit in der NS- und in der SED-Diktatur promoviert. Seine Habilitation behandelt die Repräsentation gesellschaftlicher Ordnungsvorstellungen im langen 19. Jahrhundert anhand einer kulturhistorisch ausgerichteten Analyse von Industrie- und Gewerbeausstellungen.

Thomas Großbölting war u.a. Professor für die Geschichte der Neuzeit an der Universität Magdeburg und Distinguished Visiting Professor an der Universiy of Toronto. Außerdem leitete er drei Jahre die Abteilung Bildung und Forschung bei der Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen in Berlin. Seine zahlreichen Publikationen und seine Lehrtätigkeit umfassen verschiedene Gebiete der deutschen und der europäischen Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts. Aktuell befasst er sich mit der Geschichte der deutsch-deutschen Vereinigungsgesellschaft der 1990er Jahre.

Weiterführende Informationen zu Thomas Großbölting, seinen Forschungen und Publikationen finden Sie auf seiner Website der WWU Münster.