Publikationen - Weitere Veröffentlichungen der FZH

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Linde Apel (Hg.)
In den Tod geschickt.
Die Deportationen von Juden, Roma und Sinti aus Hamburg 1940 bis 1945
Ausstellungskatalog (Deutsch-Englisch)
 
Erscheinungsjahr: 2009
288 Seiten, zahlreiche Illustrationen, beiliegende DVD mit Schriftdokumenten sowie Audio- und Videointerviews mit Überlebenden der Deportationen EUR 19
ISBN 978-3-940938-30-5
 

Linde Apel (Hrsg.) im Auftrag der Behörde für Kultur, Sport und Medien, in Zusammenarbeit mit der Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg und der KZ-Gedenkstätte Neuengamme.

20 Deportationstransporte in den Jahren 1940 bis 1945 prägen heute das Erinnern an den ehemaligen Hannoverschen Bahnhof. Denn mit ihnen wurden 7692 Juden, Roma und Sinti aus Hamburg und Norddeutschland in die Ghettos und Vernichtungslager Ost- und Mitteleuropas verschleppt - für die allermeisten ein Weg in den Tod.In seiner 137-jährigen Geschichte auch als gewöhnlicher Personen- sowie als Auswanderer- und Güterbahnhof genutzt, symbolisiert der im Osten der neu entstehenden HafenCity gelegene Ort die historische Nähe von Normalität und Barbarei wie kaum ein anderer in Hamburg.

So sorgten nicht nur nationalsozialistische Überzeugungstäter, sondern zahlreiche willfährige Mitarbeiter von Behörden, Institutionen und Privatunternehmen für den reibungslosen Ablauf der Deportationen. Die "Volksgemeinschaft", die davon in vielerlei Hinsicht profitierte, sah überwiegend weg.

Mit der Ausstellung, die von Februar bis April 2009 im Kunsthaus Hamburg zu sehen war, gedachte Hamburg der Verfolgung von Juden, Roma und Sinti erstmals gemeinsam. Audio- und Videointerviews, bislang unveröffentlichte Schriftstücke und Fotos, darunter viele aus Privatbesitz, sowie die vollständig präsentierten Deportationslisten gaben Opfern, Tätern und den vielen Beteiligten am Massenmord ein bedrückendes Gesicht. Der Katalog dokumentiert die Ausstellung. Ihm ist eine DVD mit Audio- und Videointerviews sowie Schriftdokumenten beigelegt.

Auf dem Gelände des ehemaligen Hannoverschen Bahnhofs in der Hafencity ist ein Gedenkort mit einer Dauerausstellung geplant. Informationen zur Ausstellung und den Planungen für den Gedenkort finden Sie auf der Website: www.deportationsaustellung.hamburg.de
 

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